Motorrevision

Getupfter Motor Nach 60.000km hatte mein Motor eine gründliche Überholung nötig. Beim Austausch des Links Freilaufes für den Anlasser war die Getriebewelle gerissen, so das ein zerlegen des Motors unvermeidbar war. Bei dieser schönen Gelegenheit wurde der Motor dann auch gleich begutachtet und einige weitere verschlissenen Teile wie Kolben und Kurbelwelle mitsamt ihren Lagern getauscht.  Insgesamt nicht ganz billig, aber immer noch sehr viel preiswerter als bei einem HighTec Bike. Da der Motor aber auch von außen ganz schön "abgerockt" aussah war der Plan den Motor zu lackieren. Aufgrund des schlechten zustandes haben davon aber viele Lackierer abgeraten und so haben wir den Motor mit einem Schwamm und Auspuffarbe "getupft". Das ganze sieht aus wie Hammerschlag Lack und bringt für das ganze Bike noch etwas mehr Oldschool Optik. Zum Schluß gabs auch noch ein durchsichtiges "Tappet Cover" von Herrn Hitchcock aus England. (PART No. 90246)
 

Vorher - Nachher

Vorher... Nachher Schauglass

Die RE  "Unit Engine"

EFI engine 1 Der Royale Enfield EFI Bullet Motor ist neu entwickelt worden um die Emissionsvorschriften in Europa zu erfüllen. Getreu dem Motto "Evolution statt Revolution" haben die Entwicklungsingenieure von Royal Enfield im Design eine Mischung aus dem Enfield Crusader Motoren der 60iger Jahre und dem Bullet Motor gezeichnet. Der Motor ist eine Unit-Konstruktion, d.h. Kurbelwelle und Getriebe sind in einem Motorgehäuse untergebracht, rechts Lichtmaschine auf der Kurbelwelle, links der Primärantrieb. Der alte Vergaser ist durch eine Benzin Direkteinspritzung EFI engine 2
(EFI = Electronic Fuel Injection) ersetzt worden. Die Emissionsgrenzen EURO 3 können so eingehalten werden, gleichzeitig ist die Motorleistung auf 20,3 KW(28PS) bei 5250 U/min angestiegen. Der Kolben bleibt mit 90mm Hub und 84mm Bohrung immer noch ein britischer Dampfhammer mit einem Drehmoment von 42,3 NM bei 4000 U/min. Der neue Motor verfügt zudem über einen automatischen Dekompressor, wird kontaktlos elektronisch gezündet und besitzt Hydrostössel, wodurch das Einstellen der Ventile entfällt.

Die RE "Pre-Unit Engine"

Classic engine 1 Der alte Royal Enfield Vergaser Benzinmotor wird mit 350cc und 500cc seit mehr als 50 Jahren gebaut; heute nur noch für den indischen Innlandsmarkt. "Evolution statt Revolution" ist auch hier das Motto. Moderne Materialien und auch moderne Fertigungverfahren haben den Motor kontinuierlich verbessert. Der Langhubmotor mit einer Bohrung von 84mm und einem 90mm Hub bei 500cc und 70x90mm beim 350cc Motor ist luftgekühlt. Zwei im Kopf hängenden Ventile werden über Stößelstangen von unten im Steuerdeckel liegenden Nockenwellen gesteuert. Die Ölversorgung des Zylinderkopfs erfolgt aus eine Doppelhubpumpe Classic engine 2 im Steuerdeckel über außen liegende Ölleitungen. Die große Schwungmasse der 5 teiligen Kurbelwelle führt zu der typischen stoischen Motordynamik eines Dampfhammers. Links auf der Kurbelwelle sitzt eine Lichtmaschine die zuverlässig 12 Volt Bordspannung erzeugt. Auf dieser Seite in einem Primärgehäuse verläuft über eine Duplexkette der Primärantrieb auf eine Mehrscheibenkupplung in eigenem Ölbad. Der Motor efüllte lediglich die Euronorm 2 und war schon 2008 nur mit Außnahmegenehmigung für in 2007 Inportierte Neufahrzeuge zulassungsfähig.

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